Hypo Real Estate (HRE) vom Bund heute zu 45% übernommen
Die Hypo Real Estate wurde nun doch vom Bund fast zur Hälfte verstaatlicht. Damit hat das Ringen um die Aktienanteile zur Übernahme des Bundes ein Ende. Von anfänglich 41% steigert man sich in den letzten Verhandlunsgstunden um 4% auf einen entgültigen Anteil von 45%. Die Bank ist als Immobilienfinanzier schon seit 2007 durch die andauernde Finanzkrise auf dem gesamten Weltmarkt stark betroffen und erhielt als erste deutsche Bank überhaupt staatliche Garantiezusagen in bis zu dreistelliger Millionenhöhe.
Hauptinvestor wurde damals J.C. Flowers, der weltweit größte Finanzinvestor, der auf dem Finanzdienstleistungssektor spezialisiert ist. Der Investor kündigte für die heutige Aufstockung des staatlichen Anteils an, seinen Anteil von 14% nicht weiter zu verkaufen und vielmehr eine Klage gegen den Bund anzuheben. Weitere Klagen privater Anleger sollen folgen.
Die Pläne des Bundes werden vom Bundesverband deutscher Banken weitesgehend unterstützt, wobei eine totale Enteignung der Hypo Real Estate nicht Ziel sein soll. Mit der Übernahme durch den Bund soll die Enteignung der Aktionäre weitesgehend verhindert werden.
Die angeschlagene Bank machte schon im ersten Quartal des Umsatzjahres 2009 ein Defizit von über 382 Millionen Euro.
Doch wie weit lässt sich die Enteignung noch stoppen um weitere Verluste vorzubeugen? Kann der Bund wirklich noch für schwarze Zahlen bei der Hyop Real Estate sorgen und das Unternehmen vor dem Absturz retten? Das wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten herauskristallisieren.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Restwoche,
Bettina Borcherdt

