Kundenbindung durch Versicherungswechsel
Versicherte werden immer öfter abgeworben. Grund dafür sind die starken Absatzrückgänge bei Neuverträgen im Versicherungswesen. Der Absatzmarkt von Verträgen für die Riester-Rente sowie Lebensversicherungen geht mittlerweile stark zurück.
Der BVK (Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute) erklärte, dass Kunden durch ihre Banken gezielt zum Kündigen ihrer bestehenden Versicherungspolicen animiert werden. Dadurch sollen die Versicherten zum Abschluss beim eigenen Kooperationspartner oder banknahen Versicherer bewegt werden.
Ein Missbrauch der Bank als Dienstleister gegenüber dem Kunden bleibt dabei nicht aus. So sind Fälle aus Genossenschaftsbanken und Privatkundenbanken bekannt. Diese Verfahrensweis ist nicht neu, aber dennoch Grund zum wiederholten Abmahnen durch die BVK.
Das Abwerben von Privatkunden und auch Unternehmen ist eine gute Möglichkeit für Banken ihre bestehenden Kunden durch Versicherungsabschlüsse weiter zu binden. Dadurch wird dem bisherigen Versicherungsberater der Kunde abgeworben und dieser in eine umgreifende Kundenbeziehung zur Bank gesetzt. Von langfristigen Geschäftsbeziehungen ist hierbei die Rede. Dennoch sind sich viele Kunden nicht bewusst, dass sie sich weitergehend an die Bank und deren Vertragspartner binden.
Demnach sollte jeder Bankkunde selbst entscheiden in wie weit eine zusätzliche Versicherung oder Umdeckung der Versicherungsleistung- sowie Vertragspartner für ihn passend ist.
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Bettina Borcherdt

