Am Dienstag in der FTD…
Mittwoch, 20. August 2008… habe ich online einen Artikel über den Vergleich von amerikanischen und deutschen Bewertungsportalen gelesen. Um genauer zu sagen, über die Freiheit der eigenen Meinung. Was in Amerika bedeutet, dass jeder Mensch, der sich in der Öffentlichkeit bewegt, sich auch öffentlich bewerten lassen muss. Und dabei scheint es keine wirklichen moralischen Grenzen zu geben. Untreue Ehepartner werden durchs Internet gehetzt, Straftäter und schlechte Geschäftsleute öffentlich angeprangert und Leben ruiniert.
Noch sind wir in Deutschland von solchen Zuständen weit entfernt, oder? In den Medien werden gerne die üblichen Verdächtigen genannt – Lehrer- oder Professoren-Bewertungsportale. Wahrscheinlich, weil es uns eine geheime Genugtuung bereitet, dass der Berufszweig, der uns jahrelang mit seinen „Bewertungen“ quält und gequält hat, nun auf dem Prüfstand steht. Also müssen auch hier immer öfter die Gerichte ran, zu klären, ab wann eine Bewertung kritisch oder beleidigend ist.
Auch bei uns drehen die Kunden den „Spieß“ um. Endlich können Sie ihren Bankberater oder Finanzberater auf „Herz und Nieren“ prüfen und dann beurteilen. Und das Ergebnis: Die Beurteilungen sind durchdacht, sind kritisch und dabei verantwortungsvoll. Und damit ziemlich hilfreich für andere Leser, die auf der Suche nach guter Beratung sind.
Wir scheinen unser Recht auf freie Meinungsäußerung gut zu nutzen.
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Herzliche Grüße
Betina Welter
Leiterin Kommunikation

