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Im Gewerbebereich ist der Markt tot

Montag, 18. Mai 2009

Der Traum vom Eigenheim – ist er mitten in der Finanzkrise berechtigt?  WhoFinance frage nach und fand in Martin Schlegel (Inhaber von city of berlin Immobilien) einen Fachmann, der den Immobilienmarkt in Deutschland und Berlin kennt, wie seine eigene Westentasche.

WhoFinance:
Wir beurteilen Sie die Situation im Immobilienmarkt Berlin?

Martin Schlegel:
Im Moment gibt es im Bereich der Mehrfamilienhäuser sowohl sehr viele Marktteilnehmer die verkaufen wollen, als auch Marktteilnehmer die kaufen wollen. Leider funktionieren die Märkte im Moment nicht, da beide Seiten nicht ein gemeinsames Preisniveau finden. Wir nehmen Preisunterschiede auf beiden Seiten zwischen ein und zwei Jahresnettokaltmietfaktoren wahr.

Im Gewerbebereich ist der Markt tot, da die Banken keine attraktiven Finanzierungen herausreichen und die wirtschaftlichen Aussichten unsicher sind.

Im Eigentumswohnungsbereich kann man von funktionierenden Märkten sprechen, wir erleben sogar eine Belebung der Nachfrage und können über die Geschäftsentwicklung nicht klagen.

WhoFinance:
Finden wir eher einen Käufermarkt oder einen Verkäufermarkt?

Martin Schlegel:
Wie gesagt, es sind auf beiden Seiten Marktteilnehmer vorhanden, Problem ist es jedoch momentan einen „Preisnenner“ zu finden.

WhoFinance:
Sehen Sie Unterschiede zwischen gewerblichen und privaten Immobilien?

Martin Schlegel:
Ja, wie bereits beschrieben definitiv. Man kann sagen, daß das vorhandene Kapital fast ausschließlich in den privaten Bereich (also Wohnnutzung) fließt.

WhoFinance:
Gibt es in Berlin Marktsegmente, die von der Krise nicht betroffen sind?

Martin Schlegel:
Wie bereits beschrieben ist nach unserer Wahrnehmung der Eigentumswohnungsmarkt von der Krise wenig oder kaum betroffen. Viele „Kleinanleger“ parken Ihr Geld in Sachanlagen.

WhoFinance:
Wann wird sich der Markt für Verkäufer erholen?

Martin Schlegel:
Das ist sehr schwer einzuschätzen, da tun sich selbst die Wirtschaftsweisen schwer, ich gehe davon aus, daß mit einer Normalisierung des Finanzierungsumfeldes sich auch der Markt relativ schnell erholen wird, jedoch rechne ich nicht vor dem ersten Quartal 2010 damit.

WhoFinance:
Was raten Sie jetzt Ihren Kunden?

Martin Schlegel:
Sein Geld in Sachwerten wie Immobilien anzulegen ist sicherlich nicht falsch, da die durch die Finanzkrise entstehende exorbitante Staatsverschuldung nicht anders als auch mit Inflation zu bezahlen sein wird. Ich rate meine Kunden also nach Ihren Möglichkeiten ihr Geld in Immobilien anzulegen und bei der Anlage auf die drei großen L zu achten Lage, Lage, Lage!

Herr Schlegel, wir bedanken und für das Gespräch.

In der Krise bauen – warum auch nicht?

Montag, 08. Dezember 2008

In Zeiten der Finanzkrise ein neues Haus bauen – entweder ist man total verrückt oder ein genialer Taktiker. Suchen nicht Großunternehmer und Bauherren verzweifelt nach Investoren und tragbaren Finanzierungen für ihre Immobilienprojekte und führte der  Zusammenbruch der US Immobiliensparte zur aktuellen Finanzkrise? Doch des einen Leid ist des anderen Freud, denn was für Großprojekte von Nachteil ist,  ist für den kleinen Bauherrn von Vorteil.

Der Grund dafür liegt in den fallenden Zinsen für Immobiliendarlehen, die sich aktuell auf ein historisches Tief zubewegen. Für zehnjährige Baudarlehen gibt es derzeit nach Angaben des Kreditvermittlers Interhyp Bestsätze ab 4,15 Prozent effektiv. Selbst für 15-jährige Laufzeiten müssen Kunden nur geringfügige Aufpreise bezahlen.

Den Grund für die niedrigeren Zinsen sehen die Experten in der geringen Inflation, außerdem haben die Zinssenkungen der Notenbanken zu kräftigen Käufen auf dem Anleihemarkt und fallenden Zinsen für festverzinsliche Papiere geführt.

Da in den nächsten Monaten mit weiteren Zinssenkungen der Zentralbanken gerechnet wird, sehen die Experten jedoch den Tiefstand bald erreicht.  Daher raten sie den kleinen Bauherren, die langfristige Festschreibung ihrer Zinssätze nicht auf die lange Bank zu schieben und sich die derzeit günstigen Zinsen durch langfristige Laufzeiten zu sichern.

Nutzen Sie also die Krise und erfüllen Sie sich den Traum vom Eigenheim. Mit der richtigen Finanzplanung kann dieser Traum noch schneller Realität werden. Fragen Sie Ihren Finanzberater und lassen Sie sich in Sachen „Immobilienfinanzierung“ beraten – vielleicht können Sie dann schon das nächste Weihnachtsfest in den eigenen vier Wänden feiern.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in die neue Woche,
Thilo Nordmeyer