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Artikel mit ‘Lehman’ getagged

Weckruf für Anlegerschutz – Lehman – Pleite brachte auch positive Akzente

Dienstag, 22. September 2009

Die Lehman Brothers Pleite vom 15. September 2008 erschütterte nicht nur die internationale Finanzbranche, sondern traf auch deutsche Privatanleger schwer. Viele von ihnen verloren im Zuge des Zusammenbruchs große Teile ihres angelegten Geldes. (vergl. „Lehman-Geschädigte in Hannover können hoffen“)

Verbraucherschützer gehen von mehreren Zehntausend Betroffenen aus. Wie viele es genau sind, weiß niemand. In jedem Fall ist die Zahl der Lehman-Geschädigten groß genug, um die Gefahr schwer durchschaubarer Finanzprodukte zu verdeutlichen und eine Diskussion um Transparenz und Beratungsqualität anzustoßen.

Verbrauchern und bei Gerichten sei die Insolvenz der Großbank, durch die die globale Finanzkrise erst richtig ins Rollen kam, als der Inbegriff von jahrelanger Falschberatung geworden. Doch der „Supergau“, wie den Lehman Crash einige Experten auch nennen brachte auch positive Anzeichen für Veränderungen. Nicht nur bei Verbrauchern, sondern auch bei Banken hat es ein Umdenken gegeben.

Große Öffentlichkeitswirkung erzielten in den vergangenen Monaten vor allem Schadenersatz-Prozesse, mit denen Betroffene erfolgreich gegen deutsche Banken und Sparkassen vorgingen, bei denen sie in den vergangenen Jahren Lehman-Zertifikate erwarben. Hunderte Verfahren sollen noch vor deutschen Landgerichten anhängig.

Um einen Schadenersatzanspruch der Kläger für mittlerweile faktisch wertlose Lehman-Zertifikate zu begründen, wertete es das Hamburger Landgericht etwa als schweren Beratungsfehler.

Auch wenn die Urteile noch nicht rechtskräftig sind und einer von den Banken angestrengten Überprüfung in den Berufungsinstanzen erst standhalten müssen: Viele Verbraucherschützer sehen darin bereits Zeichen für eine Trendwende in der Justiz hin zu mehr Sensibilität beim Anlegerschutz, zu der die Lehman-Pleite selbst beigetragen hat.

Trotz positiver Ansätze beim Anlegerschutz in Folge der Lehman- Pleite, zu denen auch ein von der Bundesregierung vorgeschlagenes Gesetz über längere Verjährungsfristen und mehr Dokumentation bei Bankberatungen gehört, fordern Experten weitergehende Maßnahmen. So sollen die Eckdaten eines Beratungsgespräches schriftlich dokumentiert werden. Hierzu gibt es ein Beratungsprotokoll, das kostenlos auf dem Verbraucherportal für Finanzberatung WhoFinance herunter geladen werden kann.

Thilo Nordmeyer

Die Zeit läuft - Lehman-Opfer müssen jetzt Ansprüche anmelden

Montag, 10. August 2009

Für Opfer der Lehman Pleite wird es jetzt Zeit zu Handeln. Denn bald beginnt das Insolvenzverfahren in den USA. Wer mit Lehman-Zertifikaten Verluste erlitten hat, muss jetzt seine Ansprüche anmelden. Das zuständige Insolvenzgericht in New York habe entsprechende Fristen bekanntgegeben.

Grundsätzlich hätten Betroffenebis zum 22. September 2009 Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Nur so bewahren sich Anleger die Chance auf Entschädigung. Eine längere Frist bis zum 2. November gelte für Zertifikate, die von der niederländischen Tochtergesellschaft Lehman Brothers Treasury (LBT) emittiert wurden. Das seien so gut wie alle der in Deutschland verkauften Zertifikate.

Ansprüche könnten Anleger in zwei Insolvenzverfahren anmelden - in einem gegen die US-Mutterbank, in einem zweiten gegen die niederländische Tochter, für deren Zertifikate die US-Mutter eine Garantie ausgesprochen hatte. Mit dem Bekanntwerden der US-Fristen beginnt für Anleger der erste Teil - die niederländische Tochter habe noch keine Fristen mitgeteilt.

Die Zeit drängt, denn mit dem Ausfüllen des Papiers allein sei es nicht getan: Anleger müssen bei ihrer Depotbank eine “Sperrnummer”beantragen, die in das Formular einzutragen ist. Die eigene Depotnummer reicht nicht aus.

Die Hoffnungen der Anleger auf Entschädigung ruhen zum einen auf den Insolvenzverfahren, teilte die Kanzlei Rotter Rechtsanwälte in München mit, die den Leitfaden für den Verbraucherzentrale Bundesverband erarbeitet hat. Außerdem gebe es weitere Verfahren gegen Banken in der Frage möglicher Beratungsfehler.

Informationen für Verbraucher:

Lehmanopfer klagen an - gute Berater findet man auf WhoFinance

Donnerstag, 07. Mai 2009

Lehman Brothers, keine andere Bank verkörpert die aktuelle Finanzkrise mehr als die vor knapp einem dreiviertel Jahr bankrott gegangene US Bank. Sie war weder der Grund noch der Auslöser für das Chaos, aber sie war der Beginn einer großen Pleite- und Übernahmewelle im Bereich der Finanzdienstleister.  Das Vertrauen der Anleger in die Banken schwand praktisch über Nacht. Keiner konnte sich erklären, wie ein Institut, das jahrelang für Glaubwürdigkeit, Seriosität und Sicherheit stand, über Nacht alles verlieren konnte.

Betroffen von dem Lehman-Zusammenbruch waren aber nicht nur Anleger jenseits des großen Teiches, sondern auch  vielen Kunden deutscher Institute. Bis zu 40.000 Anleger verloren seit Mitte September 2008 in Deutschland ihr Geld. Der Grund ist einfach und schnell erklärt: Die Banken und ihre Berater haben  ihre Kunden unzureichend über die Risiken der Lehman-Zertifikate aufgeklärt. Lehman hatte unabhängig von Renditen eine 100-prozentige Garantie des eingebrachten Kapitals versprochen, doch nach der Pleite Mitte September war das Geld weg.

Erste Klagen von den Betroffenen sind mittlerweile bei den zuständigen Behörden eingegangen – doch die Aussicht auf Erfolg schätzen Experten eher gering ein. Der Grund ist auch hier einfach erklärt: Die Nachweispflicht über das Beratungsgespräch liegt bei den Kunden – nicht bei dem Berater.

An dieser Stelle hätte das Beratungsprotokoll einen äußert wichtigen Nutzen gehabt. Das Protokoll kann heruntergeladen und ausgedruckt werden. Während des Gespräches werden die Eckpunkte und Aussagen des Beraters in dem Protokoll festgehalten.

Über Geld spricht man nicht, das besagt zumindest eine alte Regel, doch im Fall der von der Lehman-Pleite betroffenen Kunden scheint dies anders zu sein. Die Wut und der Ärger sind groß, doch noch größer scheint das Mitteilungsbedürfnis der Opfer zu sein. Die Plattform „Lehman-Zertifikatschaden“ bietet ein Sprachrohr.  Verbraucher finden dort alle wichtigen Informationen, regionale Ansprechpartner und ein Forum, in dem man sich über die gesammelten Erfahrungen im Umgang mit den aktuellen Klagen austauschen kann.

Auch wenn Sie von der Lehman-Pleite betroffen sind und das Vertrauen in die Finanzberater verloren haben, sollten Sie nicht zögern und sich über Alternativen informieren. Auf WhoFinance finden Sie von Kunden bewertete Berater – auch in Ihrer Region.

Nutzen Sie die Chance und bewerten Sie Ihren Berater auf WhoFinance.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenausklang,

Thilo Nordmeyer